Kontakt
Adresse
Impressum
 
 

Chronik

1873  

Wilhelm Pannkoke

   

Am 18. November 1873 wird der Firmengründer Wilhelm Pannkoke in Lübeck als Sohn des Tischlermeisters Heinrich Pannkoke geboren.

     
1888-1892  

Als 15-Jähriger beginnt er seine Lehre bei Glasermeister Theodor Schröder in Lübeck.

     
1892-
1899
 

Anschließend wandert er als Glasergeselle acht Jahre durch Europa.

Seine Wanderjahre führen ihn über Hamburg, Göttingen, Dresden bis nach Budapest und quer durch Südfrankreich.

     
1900-
1912
  Ein Unternehmen wird gegründet
    Noch in Bordeaux erfindet Wilhelm Pannkoke 1900 den Glaszuschneideapparat, der noch heute als Zuschneideschlitten verkauft wird.
   

Auf Rat seines Lehrmeisters lässt er sein geniales Werkzeug patentieren, nimmt Produktion und Vertrieb in die eigenen Hände und gründet Ende 1900 in Berlin sein Geschäft für Glaserwerkzeuge und -bedarfsartikel.

    1905 heiratet er Dorothea Kühl.
    Es folgen weitere Erfindungen wie die Rund- und Ovalschneidemaschine, die Drahtglaszange und vieles mehr. Er meldet über 25 Gebrauchsmuster an, die in den Glaser-Fachschulen Einzug halten.
    Mit diesen Werkzeugen erlangt sein Unternehmen Weltruf im Glaserfach. Amerikanische Fachschulen arbeiten begeistert mit dem Zuschneideapparat PANNKOKE. Ein amerikanisches Patent wird erteilt.
     
1912-1938  

Am 16. August 1912 wird Sohn Karl geboren.

    Der 1. Weltkrieg fordert seinen Preis. Wilhelm Pannkoke erhält die Einberufung. Seine Frau Dorothea führt das Geschäft allein weiter.
   

Nach Kriegsende wird der Betrieb um eine Rahmen- und Bilderhandlung erweitert und der Versandhandel ausgebaut.

     
1941  

Zu Wilhelm Pannkokes letzten Erfindungen gehörte die Zugscheiben-Lüftung.

    Er stirbt 1941 in Berlin.
     
1945-1948   Der Neubeginn
   

Nach Ende des 2. Weltkrieges entscheidet sich der Sohn Karl zum Neuanfang in der Geburtsstadt seines Vaters. Mit Bezugsscheinen jeder Art jonglierend nimmt er die Arbeit in einem ehemaligen Bunker auf. Unter schwierigsten Bedingungen werden eine Stiftdrahtmaschine und ein Bleizug gebaut, um die Fertigung von Stiftdraht und Fensterblei wieder in Schwung zu bringen. Die Herstellung einfacher Werkzeuge rundet das Lieferprogramm ab.

     
1949  

1949 heiratet Karl Pannkoke Margarete Ostwald. Margarete stammt aus einer alteingesessenen Glaserfamilie. Schon ihr Großvater war Kunde des Jungunternehmers Wilhelm Pannkoke. Sie selbst hat das Glaserhandwerk erlernt und ist mit der fachlichen Materie vertraut. Von Anfang an übernimmt Margarete den wirtschaftlichen Part und trägt unermüdlich zum Erfolg des jungen Unternehmens bei.

     
1950- 1955  

Auf dem 1. Deutschen Glasertag in Goslar werden die neuen Maschinen vorgestellt. Mit dem ersten Geschäftswagen, einem DKW, Jahrgang 1936 mit Holzkarosserie, geht es schwer beladen von Glasertag zu Glasertag, um die neuen Maschinen vorzustellen, mit den Kunden zu fachsimpeln und neue Ideen für weitere Entwicklungen aufzunehmen.

    1953 wird die Tochter Annegret geboren.
    Entwicklung und kundengerechte Erfindungen bringen den Aufschwung
    Durch seine technisch geprägte Ausbildung genügt Karl Pannkoke die Fertigung von Werkzeugen und Glaserbedarf nicht. Wie schon sein Vater beginnt er seine praktischen Ideen in neue Produkte umzusetzen.
    Handschleifer, Radiusschneider, Glasbohrständer und Messingfräse sind nur einige seiner fortschrittlichen Entwicklungen. Auf den Glasertagen stellt Karl seine neuen Maschinen vor, fachsimpelt mit den Kunden und nimmt ständig neue Ideen für weitere Produkte auf.
     
1956  

Vakuumtechnik erobert die Glaserwelt

    Mit der Fertigung des ersten Vakuumhebegerätes wird 1956 der Grundstein für einen zukunftsweisenden Produktionszweig gelegt.
    Verkauft wird dieses erste Vakuumhebegerät an einen Glasgroßhandel in Gütersloh.
     
1958  

Erste internationale Messebeteiligung

    Zusammen mit seiner französischen Vertretung beschickt Karl Pannkoke die Pariser Messe 'Journes Internationales de l'Equipement de Miroiterie', organisiert von Saint-Gobain. Ein voller Erfolg auch ohne Exponate, denn der französische Zoll gibt diese erst nach Ende der Messe frei.
    Der Sohn Bernd wird geboren.
     
1959  

Inzwischen ist der Bunker viel zu eng geworden und die Firma bezieht die neue Produktionsstätte im Händelweg in Lübeck. Die Entwicklung geht ungebremst weiter. Es werden die ersten Schneidtische und Glastransportgestelle gefertigt.

     
1960  

Im Bereich der Vakuumtechnik entsteht Typ JUNIOR für die Baustelle mit einem Verkaufspreis von unter DM 600,00. Für das Glaslager wird Typ UNIVERSAL mit separater Vakuumpumpe angeboten.

    Der erste elektrisch betriebene Glaszuschneidtisch kommt in Saarlouis zum Einsatz.
     
1964  

Auf dem Deutschen Glasertag in Hannover wird 1964 die erste Schneidvorrichtung mit mehreren Längs- und einem Querschneidkopf vorgestellt.

     
1970  

Beginn des Floatzeitalters

   

Anfang der 70er Jahre werden Luftkissen-Kipptisch, Abladegabel und Vakuumhebegeräte

zum Manipulieren und Auflegen größerer Floatmaße entwickelt.

     
1974  

1974 folgt der erste automatische Auflegetisch und die erste 2-Brücken-Schneidanlage.

   

Tochter Annegret Pannkoke fängt 1974 im kaufmännischen Bereich des Familienunternehmens an.

Sie übernimmt die Bereiche Personal, Controlling und Werbung und führt ein modernes EDV-System ein.

     
1975  

75 Jahre Pannkoke

    Anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums erhält Karl Pannkoke für seine Verdienste, um das Glaserhandwerk, die silberne Ehrennadel verliehen.
    Die erste 2-Brückenschneidanlage wird gefertigt und verkauft.
     
1977  

Aus Australien erhält Pannkoke einen Großauftrag über 13 Auflege-Schneidsysteme. Der Versand geht im RORO-Service um die halbe Welt. Der Container- Service steckt noch in den Kinderschuhen.

     
1978  

Expansion und immer neue Herausforderungen verlangen eine Änderung der Gesellschaftsform. Aus der Einzelfirma Karl Pannkoke wird die Pannkoke Flachglastechnik GmbH.

    Die Kinder Annegret und Bernd Pannkoke und die Mitarbeiter Holger Kramp, Ulrich Wulf und Jörg-Joachim Jacobs werden in die Gesellschaft aufgenommen.
    Das Softwarehaus H+O, Hamburg, programmiert für Pannkoke die erste Zuschnittsoptimierung auf einer Olivetti P6060.
    Auf der Glas78 wird die vollautomatische Mehrkopfschneidmaschine NC-78 vorgestellt.
   

Die Firma Glas Funke in Gemünd erhält die erste vollautomatische Mehrkopfanlage NC 78.

     
1982  

CNC-Technik im Vormarsch

    1982 weicht die CNC-Mehrkopfschneidmaschine dem Einkopfschneider.
     
1983  

Die erste VSG Schneidanlage wird in Betrieb genommen.

    Holger Kramp scheidet aus persönlichen Gründen aus dem Unternehmen aus.
     
1987   Im Händelweg entsteht eine weitere Produktionshalle.
     
1988  

Nach dem Elektrotechnik-Studium in Lübeck erwirbt sich Bernd Pannkoke weitere, praktische Berufserfahrungen bei der Firma Siemens in München. 1988 tritt er als Diplom-Ingenieur aktiv in die Firmenleitung ein und übernimmt die technische Leitung des Unternehmens.

    Die neue Generation von Vakuumhebegeräten zum Hallenbau kommt 1988 auf den Markt. Mit diesem Gerätetyp können Isolierpaneele bis 12 m Länge verlegt werden.
    Für den Schiffsbau wird ein batteriebetriebenes Vakuumhebegerät zum Transport von 5000 kg schweren Stahlblechen entwickelt.
     
1990  

Mit der Wende richtet sich das Augenmerk aller auf die deutsche Einheit. Pannkoke engagiert sich noch in der Wendezeit durch eigene Vertriebsstationen in Dessau und Dresden.

    Die neue Generation von NC-Schneidmaschinen wird auf der Glastec' 90 vorgestellt. Die Bedienersoftware mit dem Schneidplan-Editor wird von der Firma Hanic, Gelsenkirchen, entwickelt.
1991  

Die Vakuumhandhabungstechnik stellt auch für den Sohn Bernd, wie schon zuvor für seinen Vater, eine besondere Herausforderung dar. Er bringt neue eigene Ideen und Erfahrungen in diese Technik ein und erarbeitet ein Baukastensystem. 1991 wird er zum Geschäftsführer bestellt.

     
1992  

Die erste Schneidlinie mit automatischer Traverenbrechstation für die Autoglasfertigung wird in Betrieb genommen. Auf einer Grundfläche von 100 m² werden ca. 250 m² pro Stunde zugeschnitten, das entspricht ungefähr 700 Primitive.

     
1993  

Nach einem Leben im Dienste des Glaserhandwerks stirbt Karl Pannkoke, Begründer der Produktionsbereiche Vakuumhandhabungstechnik und Glasschneidtechnik, am 05. September 1993 im Alter von 81 Jahren. Sein liebstes Steckenpferd war seit den Anfängen immer die Vakuumhandhabungstechnik, nicht nur im Glasbereich, sondern auch in anderen Produktionsbereichen, in denen gasdichte Materialien verarbeitet werden. Durch seine Initiative wuchs dieses Marktsegment im Schatten der Schneidtechnik ständig.

     
1994   Eine gigantische Schaufensterscheibe
    Für einen japanischen Kunden konstruiert Pannkoke 1994 ein Vakuumhebegerät zum Einsetzen einer Schaufensterscheibe. Diese Scheibe hat die gigantischen Maße von 12 x 3 m, eine Glasdicke von 22 mm und ein Gewicht von 2.000 kg.Das Einsetzen ist so einmalig, dass es in jeder japanischen Nachrichtensendung gezeigt wird.
     
1996  

Die asiatische Flachglasindustrie bestellt mehrere Vakuumhebegeräte zum Schwenken. Einige für Glasformate bis 12 x 3 m und 25 mm Dicke.

     
1997   Die neue Generation NC-Maschinen mit benutzerfreundlicher Bedienung, direktem Mess-System und digitaler Servo-Antriebstechnik ist speziell zum wirtschaftlichen Schneiden in der Glasschleiferei konzipiert.
     
1999  

Auf einer Grundfläche von 120 m2 realisiert Pannkoke die Installation der ersten Verbundglas-Schneidlinie für Glasformate 6,00 x 3,21 m mit automatisierter Beschickung und Zugriff auf sechs verschiedene Glassorten.

     
2000
  Auf der glasstec 2000 werden Pannkoke Werkzeuge und Vakuumhebegeräte aus den vergangenen 100 Jahren gezeigt und die ersten 2-Kreis-Vakuumhebegeräte gemäß den neuesten Sicherheitsanforderungen vorgestellt.
    Jahrelange Erfahrung und individuelle, praxisorientierte Problemlösungen haben Pannkoke zum Marktführer der Vakuumhandhabungstechnik gemacht. Qualität und Service stehen von jeher an erster Stelle. Schon bei der Konstruktion wird auf Langlebigkeit der Produkte geachtet.
    Der Name Pannkoke Flachglastechnik GmbH steht auch in diesem Jahrhundert für höchste Qualität und kundennahen Service.
     
 2001    Die Gegengewichtseinheit Balance wird geboren
    Wie bewegt man bis 1200 kg schwere Fensterelemente unter einen Überstand von bis zu 1,5 m?
    2001 entsteht aus dieser Kundenanforderung das erste Vakuumhebegerät mit Gegengewichtseinheit. Dies ist das Geburtsjahr des Gerätes „BALANCE". Jeder neue Auftrag bringt neue Anforderungen mit sich, die gelöst werden.
     
 2002    Einfach gigantisch
    60 m² Fassade in einem Stück bringen wir mit dem 2-Kreis-Vakuumhebegerät 7201-HVSO in den Baukörper. Der schwierigste Teil dieser Aufgabe ist das Aufrichten der 2.800 kg schweren Fassadenelemente vom Boden.
     
 2004    Das Optimum für die Baustellenverglasung wird vorgestellt
    Auf der glasstec 2004 wird das 2-Kreis-Vakuumhebegerät 7211-DS3 vorgestellt. Weltweit ist dies das erste Vakuumhebegerät, das 1000 kg auf der EU-Baustelle drehen und schwenken kann. Zudem erfüllt es die Anforderungen aus der neuen Sicherheitsnorm EN 13155.
     
2005   Isolierglas im XXL-Format
    Anfang 2005 schafft es die Firma Henze Glas, aus Hörden, mit Pannkoke Spezialvakuumhebegeräten die erste 9 m lange Isolierglasscheibe zu produzieren. Dies ist der Auftakt für die Verarbeitung einer neuen Glasgröße, die auch entsprechende Vakuumhebegeräte benötigt.
    Die 2-Kreis-Technik macht auch vor der Gegengewichtseinheit BALANCE nicht halt.
    2005 wird eine Vielzahl von verschiedenen Fensterelementen mit Rollläden im Klinikum Würzburg mit dem Spezialvakuumhebegerät gesetzt.
     
 2006   In Deutschland beginnt das Glasformat zu wachsen
    Die ersten Vakuumhebegeräte für den Produktionsbetrieb von bis zu 12 m Glaslänge werden in Deutschland geliefert.
    2006 wird die erste fast 9 m lange Isolierglasscheibe mit einem Pannkoke Vakuumhebegerät im Schmuckmuseum Pforzheim unter winterlichen Bedingungen verglast.
    Margarete Pannkoke scheidet aus der Geschäftsführung aus.
     
 2007   Mehrere Vakuumhebegeräte für gebogene Glasscheiben mit einem minimalen Radius von 700 mm werden in 2-Kreis-Technik ausgeliefert.
    Die Firma Seele aus Gersthofen erhält mehrere Spezial-Vakuumgeräte für die Glastreppenproduktion aus Lübeck unter anderem das Kombi 7031-DS3 zum Drehen und Schwenken von bis zu 1000 kg. 
   

 

     
   

 

 
 
Home